Du möchtest helfen und weißt nicht, ob du zu viel oder zu wenig machst. Deine Nachricht bleibt unbeantwortet. Ein Treffen fällt aus. Vielleicht fragst du dich, ob du dich zurückziehen oder gerade jetzt wieder melden solltest.
Du kannst etwas Konkretes anbieten und die Entscheidung bei der anderen Person lassen. „Ich gehe morgen einkaufen. Soll ich dir etwas mitbringen?“ ist leichter zu beantworten als ein großes Versprechen, jederzeit alles zu übernehmen. Was euch im Kontakt guttut, könnt ihr miteinander herausfinden.
Zur Wissensübersicht · Worte für das erste Gespräch
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Geschenkgutschein ansehenÜberlege, was du tatsächlich übernehmen kannst. Vielleicht fährst du ohnehin am Supermarkt vorbei. Vielleicht hast du am Mittwoch Zeit, die Kinder abzuholen. Nenne die Aufgabe und einen möglichen Zeitpunkt. So muss deine Freundin nicht erst überlegen, wie sie deine Hilfsbereitschaft organisieren soll.
Ein Nein gehört zu dieser Wahl. Frage nicht so lange nach, bis sie doch zustimmt. Macmillan empfiehlt konkrete praktische Angebote und Absprachen, die sich an den Wünschen der erkrankten Person orientieren. Macmillan: Einen Menschen mit Krebs unterstützen.
„Ich koche am Sonntag. Wenn du möchtest, bringe ich dir eine Portion vorbei. Sag mir gern, worauf du gerade Appetit hast.“
„Ich könnte dich am Donnerstag fahren. Möchtest du das, oder hast du schon etwas organisiert?“
„Ich habe am Nachmittag Zeit für einen Kaffee. Wir können bei dir bleiben oder eine kleine Runde gehen, je nachdem, worauf du Lust hast.“
Das sind eigene Textvorschläge für unterschiedliche Situationen. Wähle nur ein Angebot, das du wirklich machen möchtest und einhalten kannst.
Eine unbeantwortete Nachricht sagt dir zunächst nur, dass keine Antwort gekommen ist. Du weißt dadurch noch nicht, ob deine Freundin Ruhe braucht, gerade anderes im Kopf hat oder später schreiben möchte. Du kannst einen kurzen Gruß ohne neue Fragen schicken: „Ich wollte dir nur sagen, dass ich an dich denke. Du brauchst nicht zu antworten.“
Wenn ihr wieder sprecht, frage, wie sie Kontakt halten möchte: „Sind solche kleinen Nachrichten für dich schön, oder ist dir ein gelegentlicher Anruf lieber?“ Hat sie ausdrücklich um Ruhe gebeten, respektiere das. Es gibt keinen festen Abstand, der zu jeder Freundschaft passt.
Wenn du einen konkreten Anlass zur Sorge hast, bleib nicht allein bei der Deutung eines Chatverlaufs. Nutze euren vereinbarten Kontaktweg oder wende dich an eine nahestehende Person, soweit das mit ihren Wünschen vereinbar ist.
Kündige dich an und frage, ob der Zeitpunkt passt. Du kannst von Anfang an einen kleinen Rahmen anbieten: „Ich komme gern für eine halbe Stunde auf einen Tee.“ So muss dein Besuch nicht den ganzen Nachmittag bestimmen.
Lass offen, ob ihr redet, schweigt oder etwas zusammen anschaut. Wenn du merkst, dass es genug ist, kannst du den Abschied selbst leicht machen: „Ich mache mich langsam auf den Weg. Es war schön, dich zu sehen.“ Die American Cancer Society empfiehlt, Besuche abzustimmen und flexibel zu bleiben. American Cancer Society: Als Freund oder Freundin da sein.
Du hattest dich gefreut und darfst enttäuscht sein. Eine kurze Antwort kann trotzdem bei eurer Verbindung bleiben: „Schade, ich hätte dich gern gesehen. Wir finden einen anderen Tag.“ Ein neuer Termin muss nicht sofort feststehen.
Vielleicht könnt ihr eine kleinere Alternative anbieten: statt des Ausflugs zehn Minuten telefonieren. Frag aber nur, wenn eine Alternative gerade willkommen wäre. Manchmal ist die Absage bereits die vollständige Antwort für diesen Tag.
Nach den ersten Nachrichten kehrt bei Freunden und Bekannten der eigene Alltag zurück. Du kannst weiterhin fragen, ob ihr euch sehen möchtet. Auch nach dem Ende einer Behandlung muss sich nicht sofort alles wie früher anfühlen. Die passende Unterstützung kann sich verändern. DKFZ: Unterstützung für Angehörige und Freunde.
Du musst dabei nicht jedes Gespräch mit einer Frage nach der Krankheit beginnen. „Wollen wir wieder unseren Filmabend machen?“ kann ein Anknüpfen an etwas Vertrautes sein. Wenn Erschöpfung oder Sorgen zur Sprache kommen, findest du in unserem Wissensbereich weitere Informationen zu Fatigue und seelischer Belastung.
Du kannst sagen: „Am Dienstag kann ich fahren, am Donnerstag leider nicht.“ Eine konkrete Grenze macht dein Angebot verlässlich. Ein Versprechen wie „Du kannst mich jederzeit anrufen“ solltest du nur machen, wenn du es so meinst.
Wenn mehrere Menschen helfen möchten, könnt ihr Aufgaben abstimmen. Frage vorher, was deine Freundin teilen und abgeben möchte. Ein gemeinsamer Kalender ist nur dann hilfreich, wenn sie ihn auch haben will. Vielleicht reicht es, wenn zwei Personen ihre Fahrten untereinander vereinbaren.
Auch deine eigenen Gefühle brauchen Platz. Die Deutsche Krebshilfe beschreibt Unterstützung für Angehörige und weist auf die Bedeutung eigener Entlastung hin. Deutsche Krebshilfe: Hilfe für Angehörige.
Vielleicht möchtest du zusätzlich eine Freude machen. Denk an das, was sie gern hat: ein Foto von euch, Musik, eine gemeinsame Gewohnheit. Deine Karte kann erklären, warum du gerade daran gedacht hast. Dafür findest du hier persönliche Textideen.
Wenn Yoga zu ihren Interessen gehört, kann ein begleitraum-Gutschein daran anknüpfen. Er ist ein Zugang zu Yoga mit Ilya für zu Hause. Du schenkst ihr damit eine Möglichkeit, sich Zeit für ihre eigene Praxis zu nehmen. Weitere Anregungen stehen in unseren Geschenkideen für Menschen mit Krebs.
Dafür gibt es keinen passenden Rhythmus für alle. Orientiere dich an eurem bisherigen Kontakt und frage, was gerade angenehm ist. Ihr könnt zum Beispiel einen Anruf verabreden oder vereinbaren, dass kurze Grüße keine Antwort brauchen.
Lass das Nein gelten. Du kannst sagen, dass dein Angebot bestehen bleibt, wenn sich etwas verändert. Vielleicht möchte die Person gerade selbst organisieren oder hat bereits Unterstützung. Du musst keinen Grund herausfinden, um ihre Entscheidung zu respektieren.
Ein verabredetes Telefonat oder ein gemeinsamer Filmabend auf Distanz kann zu euch passen. Wenn du etwas bestellen oder organisieren möchtest, frage vorher, was willkommen ist. Auch eine Karte mit einer gemeinsamen Erinnerung ist eine Möglichkeit, Kontakt zu halten.
Nur mit Zustimmung der betroffenen Person. Klärt, wer was wissen darf und ob du beim Weitergeben von Informationen helfen sollst. Du kannst Unterstützung organisieren, ohne ungefragt Einzelheiten der Krankengeschichte zu verbreiten.
Dann könnt ihr bei anderen Themen bleiben. Frag, worauf sie Lust hat, oder greife etwas auf, das euch sonst verbindet. Du kannst dich auch freuen, von deinem eigenen Alltag erzählen zu dürfen. Eure Beziehung hat mehr als ein Thema.
Wenn Yoga zu ihr passt, kann ein begleitraum-Gutschein eine persönliche Geschenkidee sein: Yoga mit Ilya zu Hause, während Krebstherapie und Nachsorge. Dazu ein paar Worte, die zeigen, warum du an sie gedacht hast.
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Ilya Ballier ist die Yogalehrerin hinter begleitraum. Lerne Ilya und ihren Weg kennen. Die Ratgebertexte entstehen in der Redaktion von begleitraum; die verwendeten Quellen sind bei den jeweiligen Abschnitten verlinkt.